SY Outer Rim – A Family's Sailing Adventure

Sailing across the world's oceans with four kids

Rendezvous im Nirgendwo

(Tag 283 – 4.781 sm)

In der Region, in der wir derzeit unterwegs sind, sind andere Yachten Mangelware – derzeit sind im Fluss nur drei Yachten unterwegs. Auf Langfahrt sind Deutsche eh in der Unterzahl und mit Kindern erst recht selten. So ist es fast wie ein Sechser im Lotto, dass wir die letzten drei Tage neben der SY Kalibu im Gambiafluss liegen konnten. Auf ihr ist eine Familie aus Berlin mit zwei Kindern im Alter von 9 und 11 Jahren unterwegs. Klar, es war nicht Zufall, dass wir uns trafen. Wir hatten uns bereits letztes Frühjahr bei einem medizinischen Vorbereitungskurs in Berlin kennen gelernt. Aber alle, die eine solche Langfahrt unternehmen sind ja Individualisten, die ihre eigenen Vorstellungen von Reisezielen und Routenplänen haben. Und mit den Unwegsamkeiten wie Reparaturen, Familienangelegenheiten, Wetter etc. lassen sich Treffen oft nicht einfach koordinieren.

Umso mehr haben wir uns in den letzten zwei Wochen gefreut, als klarer wurde, dass ein Treffen unserer beiden Seglerfamilien stattfinden kann. Täglich wurden Positionen ausgetauscht … bis wir am Mittwoch morgens die Kalibu neben uns vor Anker liegen sahen. Natürlich haben wir gleich unser Dinghy ins Wasser gelassen und sind rüber gedüst. Nach einer kurzen Phase des gegenseitigen Kennenlernens war klar, dass sich die Kinder gut verstehen. Gemeinsam ging es erst mal an Land, wo wir durch den Kiang West Nationalpark zu einem Wasserloch liefen, um Tiere zu sehen. Klar war es für die Kinder toll, dass wir ein Buschschwein sahen. Aber das war Nebensache … permanent wurde geredet und Erfahrungen ausgetauscht.

Die nächsten Tage waren geprägt von Besuchen – teilweise war unser Boot voll, teilweise die Kalibu. Der absolute Hit war das Spiel "Siedler von Catan". Hier wurde Runde um Runde gespielt … absolut harmonisch. Meist ging es bis spät am Abend, einmal sogar bis weit nach Mitternacht.

Natürlich haben wir Erwachsene auch unseren Spaß und haben schöne Abende im Cockpit mit angeregter Unterhaltung über unsere jeweiligen Segelabenteuer und weitere Ziele. Auch die weitere gemeinsame Planung wurde besprochen … aber noch nicht ganz klar, ob es wirklich klappt. Die Kalibu segelt jetzt erst mal für zwei Wochen den Fluss hoch, wir nach Banjul runter.

Dort werden wir die Outer Rim wieder verproviantieren. Fast alle unserer Vorratsfächer sind leer, die Wassertanks müssen gefüllt werden und auch Diesel brauchen wir. Dann wollen wir versuchen, ein Visum für Guinea-Bissau zu bekommen, um die Bijagos Insel zu besuchen. In Bubaque ist dann die nächste Sielder-Runde geplant.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 28. Februar 2015 von in Uncategorized.
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