SY Outer Rim – A Family's Sailing Adventure

Sailing across the world's oceans with four kids

Ein afrikanisches Mittagessen

(Tag 239)

Ein Bericht von Franka und Vsevolod:

Gestern wurden wir von einer afrikanischen Familie – bei Mama Fatoum – zum Essen eingeladen. Zwei französische Segler kamen mit uns. Zuerst saßen wir im Hof und die Erwachsenen unterhielten sich. Mama und Papa waren froh, Audrey und Sebastien dabei zu haben, da sie kein Französisch sprechen. Um ein Uhr liefen alle Schüler nach Hause. Sie sammelten sich neugierig am Zaun von Fatoum’s Haus und beobachteten uns. Währenddessen spielten wir im erdigen Hof mit einem Mädchen. Sie hatte einen alten Reifen, und wir rollten ihn hin und her. Ein anderes Mädchen holte eine große Kanne Wasser für den Tee. Eine von Famoums großen Töchtern hatte ein Baby. Am Anfang weinte das kleine Mädchen, weil es Angst vor weißen Menschen hatte. Sogar vor Arvid.

Nach einiger Zeit rief uns Fatoum in ihr Haus zum Essen. Wir zogen unsere Schuhe aus und traten hinein. In einer Ecke des Zimmers stand ein einfaches Bett. Es hatte keine Decke, aber das ist bei diesem Wetter auch nicht nötig. Über Fatoum’s Bett war ein kleines Loch in der Decke. Das muss bestimmt bis zu der Regenzeit abgedichtet werden. Gegenüber dem Eingang befand sich ein überfüllter Schrank, mit Schüsseln, kleinem Fernsehen und anderen Sachen. Mitten auf dem Boden lag eine Decke auf der ein großes metallenes Tablett mit dem Essen stand. Fatoum kochte für uns afrikanischen Reis mit Gemüse und Fisch. Die weißen Gäste aßen mit einem Löffel, Fatoum selbst wie alle hier mit den Händen. Der Reis war sehr würzig. Dazu tranken wir einen kalten süßen Tee aus Hibiskus Blüten. Das rote Getränk schmeckte sehr gut. Fatoum war sehr freundlich zu uns und sagte: „Ich bin glücklich, dass ihr mich besucht“. Sie wollte dass wir den ganzen Tablett leer essen, aber es war unmöglich. Es wunderte alle, dass Arvid so breit den Mund aufmachte und mit großem Appetit mit einem großen Löffel aß. Der Reis war schon ziemlich scharf, und Fisch mochte er bis jetzt überhaupt nicht, aber Fatoums Gericht hat ihm sehr gut geschmeckt. Wir würden auch gerne vom großen Tablett essen. Dann hätten wir wesentlich weniger Geschirr spülen müssen. Alle fanden, dass es ein gelungenes Mittagessen war. Als wir gehen wollten, hat Fatoum noch eine kleine afrikanische Puppe geschenkt.

Anmerkung von Thomas: Wir waren sehr überrascht von der Gastfreundschaft der Menschen hier. Fatoum und die anderen Frauen im Haus wurden von ihren Männern vor einiger Zeit verlassen. Das ist in Afrika so üblich und zieht für die Männer auch keine Konsequenzen nach sich. Die Frauen bleiben mit den Kindern und der Arbeit zurück und müssen sich hart ihren Lebensunterhalt erwirtschaften. Umso positiver fällt ihre freundliche, offene Art auf und die Lebensfreude, die sie versprühen. Fatoum wollte auch absolut keine Gegenleistung oder gar Geld für die Einladung haben. Sie hat uns einfach eingeladen, weil sie Freude an unserem Besuch hatte.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 15. Januar 2015 von in Uncategorized.
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